Vergleich DKB vs. ING Diba

Ich probiere generell im Finanz-Bereich gerne Neues aus und nachdem es zu Weihnachten eine Aktion der ING Diba gab, bei der man stolze 200€ Bonus für die Eröffnung eines Girokontos mit anschließender fünfmaliger Nutzung der VISA Debitkarte gab, nutzte ich die Gelegenheit, um mir das in Deutschland sehr beliebte Girokonto der ING einmal genauer anzusehen.

On-top gab es außerdem bei der Aktion das Tagesgeld-Konto der ING mit einem Zinssatz von 3,5% für 4 Monate dazu – ebenfalls ein sehr gutes Angebot. In diesem Artikel vergleiche ich die Konditionen der ING Diba mit der DKB, meiner Haupt-Bank für Girokonto und Depot. Hierbei werden verschiedene Bereiche betrachtet, um herauszufinden, welche Bank für welche Bedürfnisse am besten geeignet ist.

Generelle Gebühren

Die DKB bietet eine kostenlose Kontoführung an, sofern monatlich mindestens 700 Euro auf das Konto eingehen. Andernfalls fällt eine Gebühr von 4,50 Euro pro Monat an. Ähnlich verhält es sich bei der ING: Auch hier ist die Kontoführung kostenlos, wenn ein monatlicher Geldeingang von mindestens 1000 Euro gewährleistet ist. Sollte diese Bedingung nicht erfüllt sein, wird eine Gebühr von 4,90 Euro pro Monat berechnet. Beide Banken unterscheiden sich in diesem Punkt also nur geringfügig, wobei ich seblst bei einem Girokonto eigentlich immer davon ausgehe, dass es als Gehaltskonto genutzt wird und somit in beiden Fällen kostenlos sein sollte.

Visa Karte (Debit / Kredit)

Bei der DKB erhalten Kunden standardmäßig eine kostenlose Visa Debitkarte. Gleiches gilt auch bei der ING. Sie stellt ihren Kunden ebenfalls eine Visa Debitkarte ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung. Eine „echte“ Kreditkarte kann man nur bei der DKB optional beantragen, was jedoch mit einer monatlichen Gebühr von 2,49€ verbunden ist.

Optionale Giro Karte

Die klassische Girocard wird von beiden Banken generell nur optional angeboten. Bei der DKB kann sie für eine monatliche Gebühr von einem Euro hinzugebucht werden. Die ING verlangt für ihre Girocard eine Gebühr von 0,99 Euro pro Monat. Hier liegen beide Banken also gleichauf.

Geldabheben im Inland

Bei der DKB können Kunden mit der Visa Debitkarte an allen Geldautomaten mit Visa-Logo kostenlos Bargeld abheben, allerdings gilt hier ein Mindestbetrag von 50 Euro. Die ING ermöglicht ebenfalls kostenlose Abhebungen mit der Visa Debitkarte, ebenfalls ab einem Mindestbetrag von 50 Euro an allen Visa-fähigen Automaten.

Geldabheben im Ausland

Ein großer Vorteil der DKB besteht für Aktivkunden darin, dass sie weltweit kostenfrei Bargeld abheben können. Nicht-Aktivkunden müssen hingegen eine Fremdwährungsgebühr entrichten. Bei der ING sind Bargeldabhebungen innerhalb der Eurozone kostenlos, außerhalb der Eurozone wird jedoch eine Gebühr von 1,99 % des Betrags erhoben.

Zahlungen in Fremdwährung

Auch beim Bezahlen in Fremdwährung gibt es Unterschiede zwischen den beiden Banken. Aktivkunden der DKB profitieren von weltweit kostenfreien Zahlungen in Fremdwährung. Für alle anderen Kunden fällt eine Fremdwährungsgebühr von 2,2 % an. Bei der ING beträgt die Fremdwährungsgebühr grundsätzlich 1,99 %.

Einzahlung

Einzahlungen sind bei der DKB an speziellen Einzahlungsautomaten der Bank möglich, allerdings gegen eine Gebühr. Die ING bietet keine eigenen Einzahlungsautomaten an, jedoch besteht die Möglichkeit, Einzahlungen über Partnerbanken vorzunehmen. Auch hier fallen Gebühren an.

Depotkosten

Beide Banken bieten kostenlose Depots an, sodass keine Gebühren für die Depotführung anfallen. Dies macht sie für Anleger besonders attraktiv, die Wertpapiere ohne zusätzliche Kosten verwalten möchten.

Ordergebühren Wertpapierhandel

Beim Handel mit Wertpapieren gibt es Unterschiede in den Gebührenstrukturen. Die DKB erhebt eine Gebühr von 10 Euro pro Order bis 5000 Euro, 15 Euro bis 20000 Euro und den Maximalbetrag von 30 Euro ab 20000 Euro Ordervolumen . Bei der ING beläuft sich die Ordergebühr auf 4,90 Euro plus 0,25 % des Ordervolumens, wobei maximal 69,90 Euro anfallen können.

Wertpapier Sparpläne

Ein großer Vorteil der DKB für Anleger besteht darin, dass bei ETF-Sparplänen nur eine fixe Gebühr von 1,50 Euro pro Ausführung anfallen. Gerade bei größeren regelmäßigen Anlagesummen fällt die Gebühr somit fast gar nicht ins Gewicht. Bei der ING fällt hingegen eine Gebühr von 1,5 % pro Sparplanausführung an. Sofern man unter 100€ Anlagesumme liegt, wäre das günstiger – darüber jedoch immer teurer als bei der DKB.

Fazit und Empfehlung

Beide Banken haben ihre Stärken, sodass die Wahl des besten Girokontos von den individuellen Bedürfnissen abhängt. Die DKB ist besonders attraktiv für Vielreisende und Aktivkunden, da sie kostenfreie Auslandszahlungen und Bargeldabhebungen ermöglicht. Deshalb bleibt sie auch weiterhin meine erste Wahl. Die ING punktet hingegen mit einer soliden Banking-App, verhältnismäßig guten Zinsen auf dem Tagesgeld-Konto und einer klaren Preisstruktur. Wer ein kostenloses Depot und günstige Sparplankonditionen sucht, sollte sich aus meiner Sicht für die DKB entscheiden.

 DKBING
Generell Gebühren★★★★☆★★★★☆
VISA Karte★★★★☆★★★☆☆
Girokarte★★☆☆☆★★☆☆☆
Geldabheben Inland★★★★★★★★★★
Geldabheben Ausland★★★★★★★★☆☆
Einzahlung★★☆☆☆★★☆☆☆
Depotkosten★★★★★★★★★★
Ordergebühren★★★★★★★★★☆
Wertpapier Sparpläne★★★★★★★★★☆

Alle Angaben wurden selbst recherchiert und sind ohne Gewähr. Bitte informieren sie sich zu den aktuellsten Konditionen auf der jeweiligen Seite der DKB oder ING.